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Die Geschichte der Frankfurter Bethmännchen

Ende des 18. Jahrhunderts hatte Gautennier Paris verlassen und sich in Friedrichsdorf nahe Frankfurt niedergelassen, bevor er von dem angesehen Bankier Simon Moritz von Bethmann als Küchenchef engagiert wurde. Zu Ehren der Familie formte er im Jahre 1838 aus einer schweren Brentenmasse kleine Kugeln, die er jeweils mit vier Mandeln schmückte, für jeden der vier Söhne Moritz, Karl, Alexander und Heinrich eine. Als Heinrich 1845 mit 24 Jahren starb, wurden die “Bethmännchen“ nur noch mit drei Mandeln verziert.

 

Mit dieser Tradition haben auch wir bis heute nicht gebrochen!
 
Ursprung
Wie bei vielen traditionellen Spezialitäten liegt der eigentliche Ursprung auch bei den Frankfurter Bethmännchen zeitlich etwas weiter zurück, als die eigentliche Datierung ihrer Entstehung. Die Geschichte der Brentenmasse darf als Urvater unserer Leckerei gelten und reicht bis Ende des 17te Jahrhundert zurück.
 
Wichtigster Rohstoff der Brenten sowie auch der Bethmännchen ist das Marzipan, welches erstmals in Frankfurt im “New Kochbuch“ des Max Rumpolt aus dem Jahre 1581 Erwähnung findet: Marzipan ist eine Masse aus zerstoßenen Mandeln, mit der gleichen Menge Zucker, sowie Ei und Mehl versetzt. (heute wird auf den Zusatz von Eiern und Mehl verzichtet um eine reinere Form des Marzipans zu erreichen)
 
Mit der Verbreitung des edlen Rohstoffes konnten sich dann langsam die Frankfurter Brenten entwickeln. Der Name kommt aus dem englischen Wort print – drucken, drücken, ausdrücken. So wurde die Masse damals in Modeln, oftmals Meisterwerke der Schnitzkunst, geformt und im Ofen abgeflämmt. Jede Frankfurter Patrizierfamilie hatte ihr eigenes streng gehütetes Rezept und auch wir lassen uns heute ungern bei der Herstellung unserer Bethmännchen über die Schultern blicken. Die bekannteste Überlieferung aus den frühen Tagen der Brenten ist das Rezept der Großmutter Johann Wolfgang von Goethes, welches heute noch im Frankfurter Goethehaus nachzulesen ist.
 
Der Kreis schließt sich schließlich mit der Entwicklung des französischen Kochs Gautennier im Jahre 1838, der die Brentenmasse erstmals in kleine mundgerechte Stücke formte, anstatt sie in den traditionellen Formen zu backen. Siehe auch kleine Geschichte Frankfurter Bethmännchen.
 
Schon kurze Zeit später übernahmen viele Konditoreien und Patisseure der großen Hotels das Rezept, das auch im Kochbuch von Konditormeister Hahner aus dem Jahre 1840 Erwähnung findet.
 
Der große Durchbruch gelang der kleinen Köstlichkeit jedoch endgültig durch den Fürstentag 1863 in Frankfurt. Auf einer Soiree in der Villa Ariadne, dem Landsitz der Bethmanns am Friedberger Tor, tischte Morzit von Bethmann das neue Gebäck auf. Beifall und Anerkennung von den Geladenen, darunter Kaiser Franz Josef von Österreich, 24 Fürsten und vier Bürgermeister der Freien Städte. Zahlreiche Messen und Krönungen sorgten darüber hinaus dafür, dass die Spezialität auch heute noch als königliche Köstlichkeit gilt und weit über die Grenzen Frankfurts hinaus über einen großen Bekanntheitsgrad verfügt.
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